Eins, zwei, drei, vier – ein Clubabend im Takt der Musik

Sechs Personen stehen nebeneinander in einem Clubraum und halten Urkunden in die Kamera. Eine Person hält zusätzlich einen Holzhammer, eine andere ein Schild. Im Hintergrund sind ein Wimpelbanner, eine Holzwand und Lautsprecher zu sehen.

Am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, kamen 15 Menschen in der Kölner Sprechbar zusammen. Das Motto des Abends lautete Musik – und sie gab tatsächlich den Takt vor. Die Runde sprach über Musik als Begleiterin des Lebens: über die Lieder der eigenen Jugend, über Rebellion, Erinnerungen und große Gefühle. Und über die Frage, ob die Musik, mit der man aufgewachsen ist, irgendwann zur persönlichen Dauerschleife wird.

Ein Chor, drei Stimmen und wunderschöne Disharmonien

Sarah M. wollte als Toastmasterin des Abends nicht nur über Musik sprechen. Sie lud alle Anwesenden ein, selbst Teil eines Chores zu werden – zunächst dreistimmig, anschließend im Kanon. Dabei ging es ausdrücklich nicht darum, ob jemand vermeintlich gut oder richtig singen kann. Einzelne Stimmen dürfen unsicher sein, Töne dürfen schwanken, und selbst Disharmonien können wunderschön klingen, wenn daraus plötzlich etwas Gemeinsames entsteht.

Ein sehr passendes Bild für Toastmasters: Jede Stimme klingt anders. Manche Menschen setzen sicher ein, andere vorsichtig. Manche finden sofort ihren Rhythmus, andere brauchen ein paar Takte länger. Erst gemeinsam entsteht ein vollständiger Clubabend.

Zwei starke Soloauftritte

Andrea nahm das Publikum in ihrer Rede „Reisen – ein ganz besonderer Schatz“ mit auf eine persönliche Reise und verband ihre Gedanken mit Humor. Für diesen gelungenen Auftritt erhielt sie die Auszeichnung für die beste Rede des Abends.

René beschäftigte sich in seiner Rede „Was rede ich da?“ mit unterschiedlichen Kommunikationsstilen und deren Wirkung auf berufliche und persönliche Beziehungen. Seine Rede machte deutlich: Kommunikation besteht nicht nur daraus, etwas zu sagen – entscheidend ist auch, wie Worte bei anderen ankommen.

Stegreifreden mit eigenem Rhythmus

Danja übernahm die Stegreifredenmoderation und gab den Takt für die spontanen Beiträge vor. Die Stegreifredner:innen entwickelten aus dem Moment heraus eigene Gedanken, Geschichten und Pointen – wie verschiedene Interpretationen desselben Liedes. Julia führte anschließend durch die Stegreifredenbewertung und erhielt für ihre aufmerksame und hilfreiche Rückmeldung die Auszeichnung für die beste Bewertung des Abends.

Viele Stimmen tragen den Abend

Getragen wurde der Clubabend von vielen: René achtete auf die Zeit, Robin stellte das Wort des Abends „wohlgemerkt“ vor, Kristof gab den Toastmasters-Tipp und begleitete den Gast, Birgit sorgte mit dem Witz des Abends für einen humorvollen Auftakt. Sarah B. sammelte die Stimmzettel ein und betreute die Videokamera, Robin und Aleksandr bewerteten die vorbereiteten Reden, Dominic führte durch die Gesamtbewertung, Alessio beobachtete Sprache und Ausdruck, Roger achtete auf Füllwörter, Camille stellte beim Quiz die Aufmerksamkeit auf die Probe und Danja hielt als Paparazza Eindrücke des Abends fest.

Besonders schön: Alessio, Dominic, Julia und Kristof übernahmen an diesem Abend jeweils zum ersten Mal eine Rolle. Auch das gehört zum Redeclub – Neues ausprobieren, Verantwortung übernehmen und dabei von der Gruppe getragen werden.

Die Auszeichnungen des Abends

  • Beste Rede: Andrea
  • Beste Stegreifreden: Marvin und Roger
  • Beste Bewertung: Julia
  • Beste Verwendung des Wortes des Abends: Birgit
  • Hammer des Abends: Danja

Der Abend hat gezeigt: Ein Clubabend muss nicht vollkommen harmonisch sein. Er darf überraschende Einsätze, schräge Töne und kleine Dissonanzen enthalten. Entscheidend ist, dass alle aufeinander hören und gemeinsam weitermachen. Dann wird aus vielen einzelnen Stimmen ein Chor.

Wer das öffentliche Reden in Köln selbst ausprobieren möchte, ist mittwochs willkommen: Aufbau ab 18:30 Uhr, Beginn um 19:00 Uhr.

Eins, zwei, drei, vier – ein Clubabend im Takt der Musik
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